Die 'Blue Jelly' ist eine interessante Farbvariante der beliebten Neocaridina davidi Zwerggarnele, welche sich durch ihre Anspruchslosigkeit und Anpassungsfähigkeit im Aquarium auszeichnet. Wenn sich die Tiere wohlfühlen, ist ein toller Blauton erkennbar, der leicht durchschimmernd wirkt. Ansonsten ist die Ausfärbung etwas stimmungsschwankend und kann daher je nach Situation mal etwas blasser oder gelblicher daherkommen.
Aquarium-Haltung
Zwerggarnelen wie Neocaridina davidi 'Blue Jelly' fühlen sich in einer Gruppe ab 10 Tieren wohl. Aufgrund ihrer geringen Endgröße von ca. 2-3 cm können sie ohne Probleme auch in kleineren Nano-Aquarien gehalten werden. In punkto Wasserwerten sind diese Tiere recht unkompliziert und können sich sowohl an hartes, als auch an weiches Wasser gut anpassen.
Ernährung
Blue-Jelly-Garnelen sind unkomplizierte Allesfresser und verbringen einen großen Teil des Tages damit, Oberflächen nach Biofilm, Algen und Mikroorganismen abzuweiden. In einem gut eingefahrenen Aquarium finden sie daher bereits einen Teil ihrer Nahrung selbst. Ergänzend eignen sich spezielles Garnelenfutter, pflanzliche Futtersticks, Brennnesselblätter und geeignetes Gemüse. Gelegentlich kann proteinreicheres Futter angeboten werden. Braunes Herbstlaub dient nicht nur als Versteck, sondern bildet durch den entstehenden Biofilm gleichzeitig eine wertvolle natürliche Nahrungsquelle. Insgesamt sollte sparsam gefüttert werden, um die Wasserqualität nicht unnötig zu belasten.
Zucht
Die Vermehrung von Neocaridina davidi 'Blue Jelly' gelingt bei geeigneten Bedingungen meist problemlos. Nach der Paarung trägt das Weibchen die befruchteten Eier für etwa drei bis vier Wochen unter dem Hinterleib und versorgt sie durch regelmäßige Bewegungen der Schwimmbeine mit Frischwasser. Anschließend werden vollständig entwickelte, nur wenige Millimeter große Junggarnelen entlassen. Ein freischwimmendes Larvenstadium gibt es nicht.
Die Jungtiere können im Elternaquarium aufwachsen und ernähren sich zunächst hauptsächlich von Biofilm und Mikroorganismen. Moose, Laub und andere fein strukturierte Oberflächen sind deshalb besonders hilfreich. Bei der Vergesellschaftung mit Fischen muss mit Verlusten beim Nachwuchs gerechnet werden. Soll die typische hellblaue Färbung der Blue-Jelly-Linie erhalten bleiben, empfiehlt sich eine getrennte Haltung von anderen Neocaridina-Farbschlägen, da diese sich untereinander kreuzen können.