Hypostomus roseopunctatus ist ein größer werdender Harnischwels aus Südamerika, der durch seine charakteristische Punktzeichnung auffällt. Die Tiere können eine Körperlänge von etwa 25 bis 30 cm erreichen und benötigen entsprechend viel Platz.
Haltung im Aquarium
Für ausgewachsene Exemplare empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 150 cm Kantenlänge mit großzügiger Grundfläche. Als Einrichtung eignen sich Sand oder feiner Kies sowie größere Wurzeln, Steine und geräumige Verstecke. Besonders ausgewachsene Männchen können gegenüber Artgenossen territorial reagieren, weshalb bei einer Gruppenhaltung ausreichend Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein müssen. Geeignet sind Temperaturen von etwa 23 bis 28 °C, ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Eine leistungsfähige Filterung, gute Sauerstoffversorgung und regelmäßige Wasserwechsel sind aufgrund der Größe und des Stoffwechsels der Tiere besonders wichtig.
Ernährung
Hypostomus roseopunctatus ist ein Allesfresser, der in der Natur unter anderem Aufwuchs, Algen, pflanzliches Material und kleine wirbellose Tiere aufnimmt. Im Aquarium eignen sich hochwertige sinkende Wels- und Spirulina-Tabletten als Grundfutter. Ergänzend können überbrühte Zucchini, Kürbis, Gurke und andere geeignete Gemüsesorten angeboten werden. Gelegentliche Gaben von Frostfutter wie Artemia, Mysis oder Mückenlarven sorgen für zusätzliche Abwechslung. Wurzeln bieten wertvolle Aufwuchsflächen und sollten bei der Einrichtung nicht fehlen. Da die Tiere vorwiegend am Boden nach Nahrung suchen und häufig in der Dämmerung aktiv werden, empfiehlt sich eine gezielte Fütterung in den Abendstunden.
Zucht
Über die erfolgreiche Nachzucht von Hypostomus roseopunctatus im Aquarium liegen bislang nur wenige gesicherte Informationen vor. Wie bei verschiedenen anderen Arten der Gattung Hypostomus ist davon auszugehen, dass die Fortpflanzung in geschützten Laichhöhlen oder ähnlichen Hohlräumen stattfindet. Für die konkrete Art sind die genauen Fortpflanzungsbedingungen jedoch nicht ausreichend dokumentiert.
Eine gezielte Zucht dürfte große Aquarien, geeignete Verstecke und eine sehr gute Wasserqualität voraussetzen. Saisonale Veränderungen der Wasserführung und Temperatur könnten eine Rolle spielen. Verlässliche Angaben zu Gelegegröße, Brutdauer und Aufzucht der Jungfische sind für diese Art kaum verfügbar. Eine regelmäßige Nachzucht unter gewöhnlichen Aquarienbedingungen ist daher nicht etabliert.